Verbund-Newsletter Frau und Betrieb e.V. – April 2026
Liebe Mitglieder des Verbundes und an der Mitgliedschaft Interessierte,
zusammen mit den bunten Farben des Frühlings darf Ihnen unser 7. Verbunds-Newsletter die Neuigkeiten und anstehenden Veranstaltungen kundtun, zu denen wir Sie ganz herzlich einladen.
22. Apr | 18.00 – 21.00 Uhr
Netzwerken über den Tellerrand: Northeim trifft Göttingen
Wenn Arbeit auf Pflege trifft: Die unterschätzte Herausforderung für Unternehmen
Das Unternehmensnetzwerk „Wirtschaft & Familie“ Northeim und unser Unternehmensverbund „Frau & Betrieb“ Göttingen laden ihre Mitglieder zum dritten Treffen ein. In dieser Veranstaltung erhalten Sie praxisnahe Lösungen, die helfen können, Belastungen von Mitarbeitenden zu reduzieren und eine unterstützende Arbeitsumgebung zu schaffen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Veranstaltungsort: Golf Restaurant Sachsenross, 37154 Northeim – Gut Levershausen
Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 17. April 2026 an kostelle@goettingen.de.
07. Mai | 18.00 – 21.00 Uhr
Netzwerk Frauen in Führung
Delegieren oder dominieren? Wie wertschätzende Führung Leistung freisetzt
Wertschätzende Führung zeigt sich nicht darin, alles selbst zu kontrollieren, sondern Verantwortung bewusst zu teilen. Gerade Frauen in Führungspositionen stehen häufig im Spannungsfeld zwischen Durchsetzungsstärke und der Erwartung an Harmonie. Dabei bedeutet wirksames Delegieren, klar zu führen, Vertrauen auszusprechen und gleichzeitig Verantwortung einzufordern. „Wer Aufgaben nur verteilt, verliert Wirkung – wer Sinn, Rahmen und Entscheidungsfreiheit mitgibt, gewinnt Engagement“, weiß unsere Impulsgeberin Julia Berlin. So entsteht laut Leadership Coach Leistung nicht durch Dominanz, sondern durch Führung, die Menschen stärkt und Ergebnisse ermöglicht. Wie das gehen kann? Erleben Sie es selbst!
Veranstaltungsort: Lampe legal, Bahnhofsallee 6, 37081 Göttingen
Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 30. April 2026 an kostelle@goettingen.de.
12. Jun | 15.00 – 18.00 Uhr
2. FrauenFinanzTag: Frau.Macht.Geld.
Altersvorsorge und Recht: Wer in jeder Lebensphase die richtigen Entscheidungen trifft, ist im Alter finanziell sicher
Die Organisatorinnen Friederike Fuchs (Finanzexpertin für Frauen), Franziska Golder (Fachanwältin und Notarin) und Natalia Hefele (Leiterin Koordinierungsstelle „Frauen & Wirtschaft“ Göttingen) laden zum zweiten Frauenfinanztag ein. Finanzielle Unabhängigkeit beginnt mit Wissen!
Auf dem Programm stehen Fachinhalte sowie kurzweilige Impulse zu gesunder Ernährung, Selbstverteidigung für Frauen und Neuigkeiten aus der Bücherwelt.
Veranstaltungsort: Holbornsches Haus, Rote Str. 34, 37073 Göttingen
Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 5. Juni 2026 an kostelle@goettingen.de.
25. Jun | 18.00 – 21.00 Uhr
Jahreshauptversammlung des Verbundes „Frau und Betrieb“
Die SCHUMANN GmbH wird Gastgeberin für alle Mitglieder des Verbundes zur Jahreshauptversammlung und stellt das Unternehmen mit dem spannenden Projekt „Gesund arbeiten bei SCHUMANN“ vor.
Eine gesonderte Einladung folgt.
Veranstaltungsort: SCHUMANN GmbH, Jutta-Limbach-Str. 1, 37073 Göttingen
Ihre Anmeldung ist ab jetzt möglich an kostelle@goettingen.de.
Rückblick
29. Januar 2026
Verbundsfrühstück in der Rathauskantine:
Balanceakt Pflege: Das stille Risiko für Ihre Wettbewerbsfähigkeit
Pflege ist für viele Menschen längst kein Randthema mehr, sondern Teil des Alltags – oft still, oft im Verborgenen und meist neben dem Beruf. Wer Angehörige begleitet, organisiert, auffängt und versorgt, trägt nicht selten doppelte Verantwortung. Für Unternehmen stellt dies zunehmend eine Herausforderung dar, die weit über den privaten Bereich hinausreicht: die Frage, wie sich Pflege und Beruf so vereinbaren lassen, dass Beschäftigte dem Arbeitsleben erhalten bleiben und zugleich in ihrer familiären Situation nicht allein gelassen werden.
Eröffnet wurde das Unternehmerfrühstück vom Verbundsvorstand, vertreten durch Heike Hamel und Dr. Natalia Hefele. Jutta Steinke, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Göttingen, hob in ihrer Begrüßung die hohe Aktualität des Themas hervor und verwies auf die wachsende gesellschaftliche Bedeutung familiärer Pflegeverantwortung. Einen praxisnahen Impuls lieferte Kirsten Frohnert vom Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“. Sie machte deutlich, wie vielschichtig Pflegesituationen im Alltag tatsächlich sind: Es geht nicht nur um Versorgung im engeren Sinne, sondern ebenso um Organisation, Begleitung, emotionale Unterstützung und die laufende Abstimmung mit Ärzten, Diensten und Angehörigen. In der Diskussion wurde deutlich, dass pflegende Angehörige vor allem Verlässlichkeit, Offenheit und flexible Lösungen benötigen. In der anschließenden Austauschrunde entwickelten die Teilnehmenden konkrete Ansätze für eine pflegesensible Arbeitswelt. Im Mittelpunkt standen offene Kommunikation, gezielte Unterstützungsangebote im Unternehmen und flexible Arbeitsbedingungen, die Betroffenen im Ernstfall tatsächlich helfen. Zusätzlich nahmen die Gäste ausführliche Checklisten zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf für die direkte Anwendung im eigenen Betrieb mit.
08. Oktober 2025
Verbundsfrühstück: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Pflege und Beruf – Bestandteil der Unternehmenskultur oder Nice-to-have?
Am 08.Oktober fand das Unternehmensfrühstück des Verbundes „Frauen & Beruf“ in der Geschäftsstelle der IHK in Göttingen statt. Im Mittelpunkt stand das Thema Vereinbarkeit: Angesichts des demographischen Wandels nimmt die Bedeutung der Pflege von Angehörigen immer stärker zu. Viele Unternehmen reagieren mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Mobiles Arbeiten ist aber nicht für alle Tätigkeiten machbar. Berufsgruppen in der Produktion, im Einzelhandel oder im Gesundheitswesen dürfen bei der Debatte nicht vergessen werden. Hier braucht es andere Lösungen.
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Gastgeberin IHK durch Christian Grascha (Stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Leiter der Geschäftsstelle Göttingen) folgte eine Praxisrunde mit zwei kurzweiligen Beispielen. Sandra Heise von der Sparkasse Göttingen stellte vielfältige Vereinbarkeitsmaßnahmen vor, die bei der Sparkasse umgesetzt und von den Mitarbeitenden gut angenommen werden.
Corinna Scheer teilte ihre Erfahrungen als Freiberuflerin und zweifache Mutter. Die spannenden Erfahrungsberichte und anschließenden Austauschgespräche rufen nach einer Fortsetzung!
Vielen Dank an das IHK-Team der Geschäftsstelle Göttingen und persönlich an den Geschäftsführer Christian Grascha für die Zusammenarbeit und Organisation.
05. November 2025
4. Talkrunde „Erfolgsfaktor Frau: Vorstände vielfältig gestalten“
Führung braucht Haltung, Haltung braucht Mut!
Die Koordinierungsstelle „Frauen & Wirtschaft“ Göttingen, das Gleichstellungsbüro der Stadt Göttingen und die Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung e.V. (im Rahmen des Landesprojektes „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“) luden ins Coworking by pro Office zu einem Podiumsgespräch mit Vorständinnen aus der Region ein und freuten sich über rund 50 Gäste.
„Gleichstellung ist ein zentrales Thema für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Ohne die Hälfte der Bevölkerung kann keine gute Zukunft gestaltet werden“, betonte Katja Taranczewski vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.
Im Jahr 2024 war jede fünfte Vorstandsposition der führenden Börsenunternehmen in Deutschland mit einer Frau besetzt. In diesem Jahr hat sich das Wachstum von Frauen in den Vorständen verlangsamt (19,9 % Stand Mai 2025). Monika Schulz-Strelow, Gründerin und Ehrenvorsitzende des Netzwerks FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte, die sich seit Jahrzehnten für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen einsetzt, gab einen Einblick in die Entwicklung und Herausforderungen bei der Besetzung von Vorstandspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst.
Im Podiumsgespräch diskutierten Claudia Weitemeyer (Geschäftsführende Vorständin SüdniedersachsenStiftung), Petra Reußner (Kreisgeschäftsführerin, Vorständin DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V.), Wibke Jellinghaus (Vorständin Arineo-Verein, Aufsichtsrätin Arineo GmbH), Carolin Ruh (Vorständin Heinz-Sielmann-Stiftung) und Monika Schulz-Strelow über ihre Karrieren und Erfahrungen als Vorständinnen. Die Moderatorin Silke Gardlo (Leiterin der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung e.V.) lenkte die Diskussion auf Fragen wie gesetzliche Quotenregelung oder die Wirksamkeit gemischter Führungsgremien.
In der abschließenden Fragerunde waren sich die Teilnehmerinnen einig, dass es Mut, Ausdauer und die Bereitschaft braucht, um in männlich geprägten Führungskreisen Fuß zu fassen.
Mit Raum zum Netzwerken und Diskutieren verdeutlichte die Veranstaltung eindrucksvoll, dass die Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit im Berufsleben weiterhin kontinuierliche Anstrengungen erfordert. Die zahlreichen Ideen und Impulse, die an diesem Abend gesammelt wurden, sollen in die nächste Veranstaltungsrunde 2026 einfließen.
Ich wünsche Ihnen, auch im Namen unseres Vorstands, einen erfrischenden, farbenfrohen Frühling und freue mich auf den persönlichen Austausch mit Ihnen und die gemeinsamen Aktivitäten bei diesen neuen, inhaltsreichen Veranstaltungen.
Ihre Natalia Hefele